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Azubitag

„Ich bin stolz auf euch“, sagte Klaus Schindlmeier, Geschäftsführer des Palatin, zu den Auszubildenden. Einen Tag lang hatten diese das Ruder im „Palatin-Schiff“ in der Hand und verrichteten die alltäglich anfallende Arbeit.

Und es war nicht mal ein besonders ruhiger Tag, am Morgen wurde ein Theaterstück aufgeführt, am Abend fand ein Benefiz-Konzert statt, die Gäste des Hotels mussten betreut werden und an der Bar und im Restaurant herrschten ebenfalls reger Betrieb. „Die Azubis waren richtig gefordert“, betonte Schindlmeier. 32 der 90 Mitarbeiter des Palatin sind Auszubildende.

Elf von ihnen vertraten Schindlmeier und die Abteilungsleiter des Palatin, die einen Tag außer Haus waren. In einer Pressekonferenz erzählten Klaus Schindlmeier, Brigitte Heger-Höfling, Veranstaltungsleiterin, und die elf Azubis von diesem Tag. Hannah Seegmüller, Felix Büchner, Jennifer Luntz, Franziska Bastian, Stephanie Ehni, Helene Hoffart, Tobias Neff, Philipp Riegel, Leon Lampe, Marcel Steger und Annika Spitzer kamen mit der Verantwortung gut zurecht – schließlich zielt ihre Ausbildung von Beginn an darauf ab, sie eigenständiges Handeln und unabhängiges Problemlösen zu lehren.

„Ich fuhr total entspannt weg“, sagte Schindlmeier. Er habe „sein“ Palatin in guten Händen gewusst. Hannah Seegmüller, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau, vertrat Klaus Schindlmeier, und Astrid Schwörer, Veranstaltungsleiterin Kultur. Wie die anderen Azubis bearbeitete sie E-Mails und führte Telefonate. Sie berief auch ein Meeting mit den anderen zehn Azubis ein und besprach den Tagesablauf.

Unter anderem planten sie den Betrieb im ehemali-gen „Marcel’s“, das vom Palatin für zwei Jahre gepachtet und in „Bronners“ umbenannt wurde. „Charmant und harmonisch“ lief ihre Zusammenarbeit, berichtete Leon Lampe. Jeder habe Hannah als „Chefin“ akzeptiert. Auch die Angestellten des Palatins arbeiteten wie gewohnt mit. Leon Lampe ist Berufsakademie-Student und strebt den Abschluss als Bachelor of Arts, Richtung Veranstaltungsmanagement, an. Da er im Marketing arbeitet, kreierte er neue, attraktive Angebots-Pakete für die Kundschaft. Schmunzelnd erzählte Felix Büchner, der die Personal-Leiterin vertrat, dass seine Kollegen von ihm gleich mal eine Lohnerhöhung forderten. Da habe er sich für „nicht zuständig“ erklärt. Helene Hoffart, die am „Azubi-Tag“ das Restaurant leitete, musste das Bar-Personal neu einteilen, weil ein Mitarbeiter sich krank gemeldet hatte.

Viel Zeit beanspruchte auch die Vorbereitung des Buffets, das die 75 Orchester-Musiker des Benefiz-Konzerts und Vertreter der Stadtverwaltung verpflegen sollte. „Es war eine gute Erfahrung“, meinte Helene Hoffart. Die Arbeit mache ihr großen Spaß, „da erlebt man immer wieder etwas Neues“. Philipp Riegel, Azubi zum Veranstaltungstechniker (Licht, Ton und Elektrotechnik) kontrollierte all die Maschinen des Palatins, beispielsweise die Lüftung. Außerdem bereitete er den Wechsel eines Abwasserrohrs für den folgenden Tag vor und errichtete Podeste für die Konzertmusiker.

Die Berufsaussichten in der Hotellerie sind gut, ist Klaus Schindlmeiers Erfahrung. Die Ausbildung im Palatin sei breit gefächert, die vielfältigen Erfahrungen, die man dort sammele, gereichten einem zum Vorteil. Wenn die Azubis Leistungswillen und Zielstrebigkeit unter Beweis stellten, hätten sie überall großartige Chancen. Der „Azubi-Tag“ wird Tradition, das hat Schindlmeier fest vor. Beim nächsten Mal werde das Steuer des Palatins vielleicht länger als einen Tag den Azubis übergeben.

Freitag, 24. April 2009 Rhein-Neckar-Zeitung

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